Friday, June 28, 2019

Nordlicht-Boys, unite!

(Der folgende Post ist ein alter; zum ersten Mal erschien er am 2. März 2010 auf meinem stillgelegten Blog "Rettungswurf").
Drüben auf Tanelorn wogt eine interessante Diskussion zum Thema Urgeschichte des Schwarzen Auges. Anstoßgeber Achamanian brachte den Stein mit folgender Themenstellung ins Rollen:
Was mich interessieren würde wäre eine kleine Kampagne in dem “Aventurien, das hätte sein können” – also völlig losgelöst von aktuellen Weltbeschreibungen und aufbauend erst einmal nur auf einer Auswahl alter Abenteuer, die diese schräge und irgendwie attraktive Mischung hatten. Ein Aventurien, wo alle “Dämonen” aussehen wie Heshtots und wahrscheinlich in Wirklichkeit irgendeine Art von Außerirdischen sind und wo Borbarad sein Geheimwissen von Nagetierähnlichen Aliens hat. das alles natürlich etwas aufgemöbelt und entrümpelt, so dass die groben Unsinnigkeiten früherer Abenteuer behoben werden.
Was geschah danach?
Das, was Freunden der Old School wohlbekannt ist: breites Unverständnis aus den Reihen der neuen DSA-Spieler. Seltsam sei so etwas, denn die Abenteuer aus den Anfangszeiten des Schwarzen Auges seien ja allesamt nicht DSA-spezifisch gewesen. Und überhaupt sei nur Aventurien in seiner jetzigen Form das einzig legitime, weil von der Redaktion abgesegnete. Die alten DSA-Kaufabenteuer und Schrulligkeiten wurden in Bausch und Bogen von den üblichen Verdaechtigen abgeurteilt: Durch das Tor der Welten? Nett, aber nicht echtes (=stromlinienfoermiges) DSA. Der erste Totengott Aventuriens? 08/15-Fantasy. Unter dem Nordlicht, wenn man die Eisenbahnschienen entfernt? Soooo railroadig und schlecht.
Auf den Einwand der Fans des Alten Aventurien, dass es um ein ganz bestimmtes Gefühl geht, wenn man den überladenen Stiermist, der sich jetzt “Aventurien” schimpft, mißachtet und sich auf die frühen Werke konzentriert, folgte noch breiteres Unverständnis, und ein Diskutant verstieg sich gar zur blödsinnigsten Aussage, die ich seit langem gehört habe: Arthur C. Clarke sei ein Depp. Wohlgemerkt, wir sprechen von einem der Richtungsgeber der modernen Science Fiction, einem schreibenden Visionär, einem der drei ganz Großen im Geschaeft (neben Asimov und Heinlein), ohne dessen Werke wir heute in der Science Fiction nicht da wären, wo wir sind.
Dergestalt ist die Dummheit, Arroganz und Ignoranz zuweilen auf dem Tanelorn-Forum.
Doch die Diskussion hat auch ihr Gutes: Auf der siebten Seite ließ Achamanian seinen Gefühlen freien Lauf und antwortete auf einen erneuten Einwand ebenjenes Diskussionsteilnehmers, der Clarke als Depp bezeichnet hatte:
Von mir aus kannst du so viel dissentieren, wie du willst, nur solltest du dann einfach mal auf das eingehen, was Leute geschrieben haben, und nicht wieder behaupten, irgendwer hätte UdN kritiklos verklärt (obwohl die extremen RR-Elemente darin hier im Thread sofort benannt wurde, mitsamt der Erklärung, was denn nun das geschätzte an dem Abenteuer sei, nämlich das einerseits räumlich sehr begrenzte und andererseits sehr fantastische Kristallpalast-Setting), oder irgendwer würde behaupten, UdN sei SF, weil Schnee drin vorkäme (obwohl ich eindeutig geschrieben habe, dass UdN mit seinem Kristallpalast auch gut in ein Sword&Sorcery-Setting mit SF-Einschlägen passt), oder irgendwer würde Forderungen an die Redaktion stellen, oder irgendwer könne überhaupt nicht benennen, was er wolle, sei keiner Rationalität zugänglich und habe einen kürzeren Schwanz (okay, es hieß “sei ein Mann”, also habe da zur Abwechslung ich mal frei interpretiert). So was finde ich tatsächlich zum Kotzen. Es gibt hier im Forum die Schöne Zitat-Funktion, um sich exakt auf das zu beziehen, was einen stört. Wer die nicht nutzt, sondern stattdessen darüber rumpoltert, was für kastrierte Deppen Arthur C. Clarke und die Nordlicht-Boys sind, kann mir ehrlich gesagt gestohlen bleiben.
Gut war diese Antwort nicht nur vom Inhaltlichen her, sondern auch, weil sie einen Begriff geprägt hat, der meiner Meinung nach ganz hervorragend auf die Fans des Alten Aventurien passt: Nordlicht-Boys. 
Danke.

Wednesday, June 26, 2019

Just in case you're interested in an effective martial art



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Tuesday, June 18, 2019

Going back to my rpg roots

Going back to my rpg roots
I started refereeing in 1984 with the first edition of Das Schwarze Auge (English: The Dark Eye), the most successful German rpg. Back in the days, DSA was a fascinating blend of traditional Germanic folklore, sci-fi and sword & sorcery.
This was – and still is – so uniquely German, players called it "Hotzenplotz game" (from Otfried Preußler's stories about the Robber Hotzenplotz).
In 2011, I wrote my first "retroclone" of DSA and called it Das Auge (The Eye).
Now, 8 years later, I'm returning to this game, the game that got me hooked for roleplaying forever. I'm writing a new version of it.



Tuesday, June 4, 2019

My thoughts on Sword Dream

So, some OSR players left the OSR to found their presumably holier-than-thou new version of "adventure gaming". More open-minded, more welcoming to everyone and their dog, more inclusive, simply: so much more better and politically correct than that old scumbag, OSR. So much better. I mean, so, so much better.

"Sword Dream" is the name of that latest joke. Doesn't it sound like a mid-80s softcore porn flick featuring big haired ladies, and gentlemen with exuberant chest hair? Cue the 80s Casio soundtrack.

(In short: Leave your FUCKING politics out of the hobby, you geniuses.)

Monday, June 3, 2019

Walking-around Warhammer

I think it was Jeff Rients who called the set of D&D rules a DM could remember and was actively using at the table, "walking-around D&D". Walking-around D&D is what's left after you finish reading the rule book; it's the core of your personalized D&D.
I am inclined to call my version of Warhammer frp "walking-around Warhammer", even though that's not quite correct. I need almost nothing that's presented in my Warhammer FRP 1e book: careers, age, race, maybe, maybe skills, and info on the world. Everything else, all the rules and tables and stuff, everything else had to go.
In the first edition rulebook, preciously little information is given on the cities of the world, for instance. And Gods of Chaos? Oh my! A half page, and a reference to the "forthcoming Realms of Chaos supplement".
But in all honesty: When I'm GMing, I might look up the rough description of a city, or general info on a country. Tops. What I need at the table is the executive summary of the Warhammer world, not the Encyclopedia Britannica of Warhammer.
And rules? Ha, RULES?
Well, we're using Risus to play Warhammer right now. Go figure. And I'm fairly certain that within a few sessions of play, I'll be switching back to Sword&Backpack because all we need to know is one thing: Is what the character does successful? Everything else is creativity-in-action.
Maybe it's okay to call it "walking-around Warhammer", after all.